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Ein neues Landschaftselement.

Lebensraum Solarpark


Gerade in den heutigen großflächig intensiv genutzten Agrarlandschaften besteht die Chance, durch ökologische Solarparks Rückzugs- bzw. Quelllebensräume für zahlreiche darauf angewiesene Tier- und Pflanzenarten zu schaffen.

Biene im Solarpark
Meise am Vogelhaus im Solarpark
Blühender Saum am Rand des Solarparks
Vogel im Lebensraum des Solarparks
Biene beim Pollensammeln im Solarpark
Mistkäfer auf einer Blüte im Solarpark

Bewährtes neu denken

Die Basis liegt in der Landwirtschaft


Die zunehmende Intensivierung der Landwirtschaft hat viele natürliche Landschaftselemente verdrängt. Unsere Solarparks setzen hier an, indem sie gezielt Strukturen schaffen, die Pflanzen und Tieren zugutekommen und damit auch die angrenzende Landwirtschaft bereichern.


Inspiriert von der ressourcenschonenden Landwirtschaft des 20. Jahrhunderts, verbinden wir bewährte Landschaftspflege mit modernster Technik. Sonnige, halbschattige und schattige Bereiche, artenreiche Blühwiesen, wassergebundene Schotterwege und strukturreiche Wegsäume schaffen eine Umgebung, die sowohl die Biodiversität fördert als auch die Produktion Erneuerbarer Energie ermöglicht.

Landwirtschaftliche Nutzung im Solarpark

Ein weit verbreiteter Irrglaube ist, dass Solarparks landwirtschaftliche Flächen entziehen. Tatsächlich können sie ein fester Bestandteil einer zukunftsorientierten Landwirtschaft sein. Studien aus Europa und den USA zeigen, dass Blühflächen in Solarparks die Bestäubung angrenzender Felder verbessern und sich somit positiv auf landwirtschaftliche Erträge auswirken. Die Europäische Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) für 2023–2027 unterstützt nachhaltige Bewirtschaftungsmodelle, die Landwirtschaft und Naturschutz vereinen.

Grashüpfer im Solarpark
Wildblumen zwischen den Solarmodulen
Traktor bei der Pflege der Solarpark-Fläche
Traktor bei der landwirtschaftlichen Nutzung im Solarpark
Spinne im Solarpark

Solarflächen natürlich einbetten

Es sind oft die kleinen Dinge, die der Natur großen Raum geben.


Heimische Hecken und Sträucher bilden knickähnliche Strukturen, die Vögeln als Nistplätze und Insekten als Schutzräume dienen. Diese vielfältigen Gehölzstrukturen bieten zudem Kleinsäugern wie Igeln und der geschützten Haselmaus einen geschützten Lebensraum. Fledermäuse und Greifvögel profitieren von dem dort entstehenden Nahrungsangebot, da Insektenreichtum und offene Flächen ideale Jagdbedingungen schaffen. Gleichzeitig sorgen Blühflächen für ein dauerhaftes Nahrungsangebot für Bestäuber, so dass auch die Pflanzen in den angrenzenden Feldern von einer erhöhten Bestäubungsrate profitieren.


Kleine Wasserstellen, die sich über Bodenverdichtungen sammeln, entwickeln sich zu Feuchtbiotopen für Amphibien, Libellen und andere wassergebundene Organismen. Diese Vielfalt an Lebensräumen fördert nicht nur die Artenvielfalt innerhalb des Parks, sondern trägt auch zur ökologischen Stabilität der gesamten Region bei.

Wildtierdurchlässiger Zaun am Solarpark

Ein Solarpark muss aus Sicherheitsgründen eingezäunt werden, bleibt aber durch eine durchdachte Gestaltung für Wildtiere durchlässig. In der Planung berücksichtigte Wanderkorridore und in den Zaun integrierte Wildwechsel ermöglichen ein ungehindertes Passieren. Gleichzeitig nutzen wir vorhandene Hindernisse wie Hecken oder Gräben, um das Gelände natürlich abzugrenzen.

Schmetterling im Solarpark
Lesesteinhaufen als Lebensraum im Solarpark
Kleingewässer als Lebensraum im Solarpark
Hase auf der Fläche des Solarparks
Kröte im Solarpark

Gemeinsame Nutzung der Flächen

Landwirtschaftliche Flächen durch landwirtschaftliche Energie-Flächen unterstützen.


Durch die intelligente Kombination aus ökologischen Solarparks und extensiver Landwirtschaft können intensive Agrarlandschaften neu belebt werden. Unsere ökologischen Solarparks sind daher so konzipiert, dass sie nicht nur saubere Energie liefern, sondern auch einen Mehrwert für die umliegende Landwirtschaft und die umliegenden Lebensräume durch Biodiversität schaffen. Die gezielt angelegten Pflanzengesellschaften sorgen für eine abwechslungsreiche Landschaft, die vielen Tierarten Schutz und Nahrung bietet. So entstehen multifunktionale Flächen mit wertvollen Lebensräumen.

Blütenmeer in der Kulturlandschaft des Solarparks

Solarparks werden zu einem festen Bestandteil unserer zukünftigen Kulturlandschaft. Noch haben alle Projektierer*innen, Gemeinden und Bürger*innen die Chance, den Ausbau der Photovoltaik-Freiflächenanlagen so zu gestalten, dass der Mehrwert Artenvielfalt und sorgsamer Umgang mit Grund und Boden zu einem neuen Standard wird.

Gemeinsam Zukunft gestalten

Die praktische Umsetzung der gemeinsamen Flächennutzung für Landwirtschaft und Energieerzeugung ist aktuell noch durch einige Hemmnisse erschwert. Durch die bewusste Kombination von solarer Energieerzeugung, extensiver landwirtschaftlicher Nutzung und biodiveritätsfördernden Maßnahmen besteht jedoch die Möglichkeit, neue Lebensräume zu schaffen. Auch in Zukunft werden Solarparks mit biodiveritätsfördernder Landwirtschaft eine wichtige Rolle für die heutigen Bedürfnisse spielen.

Nutzen wir gemeinsam die Chance, den größten Teil der Energieflächen, die bis 2030 bzw. 2045 für die CO2-freie Energieversorgung sowieso benötigt werden, als neuen Lebensraum entstehen zu lassen.